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Eintrag Nr.3

So, hier ein neuer Eintrag von mir, der leider etwas zu spät gekommen ist, aber naja…

 

Lena Brücker

Wie ich bereits in der Charakterisierung schrieb, ist Lena Brücker die Hauptperson des Buches und auch der Mittelpunkt in ihrer eigenen Erzählung. Sie ist die Frau von Willi “Gary“ Brücker, die Mutter von Edith und Jürgen Brücker und die Großmutter von Heinz. Näheres zu ihr findet ihr in Eintrag Nr.2…

 

Willi  “Gary“ Brücker

Er ist Lena Brückers Mann und der Vater von Edith und Jürgen. Lena sagt, dass er früher gutaussehend war und ein Frauenheld war. Den Spitznamen “Gary“ hat er, da er wie Gary Cooper aussah. Er betrog sie häufig. Als der Krieg begann, mussten er und sein Sohn im Krieg dienen. Außerdem ist er ein Schmuggler. Als er zurückkehrte, schmiss Lena ihn raus. Nach ihrer eigenen Aussage ist Willi inzwischen tot.

 

Edith Brücker

Edith ist die Tochter von Lena Brücker. Sie lebt in Hannover. Während des Krieges hatte sie keinen Kontakt zu Lena. In Lenas Erzählung ist sie 20 Jahre alt. Als sie später zu Lena zu Besuch kommt, hat  sie bereits einen Sohn – Heinz.

 

Jürgen Brücker

Er ist der Sohn von Lena Brücker. Wie auch sein Vater musste Jürgen im Krieg dienen. Damals war er, laut Lenas Aussage, 16 Jahre alt. Sie haben während der ganzen Zeit ebenfalls keinen Kontakt miteinander.

 

Heinz

Heinz ist Lenas Enkelsohn. Er kommt sie später öfters im Altersheim besuchen. Die beiden haben ein gutes Verhältnis zueinander. Lena strickt einen Pullover für Heinz, schenkt ihn im Nachhinein jedoch dem Ich-Erzähler.

 

Vater

Zu Lenas Vater erfährt man nichts weiter in der Novelle.

 

-Herbstmädel-   

6.12.15 20:30


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Eintrag Nr.2

In dem Buch „Die Entdeckung der Currywurst“ geht es darum, wie die Currywurst erfunden wurde und um den Ablauf des 2. Weltkrieges aus der Sicht von Lena Brücker.

Lena Brücker ist die Hauptfigur und gleichzeitig auch der Mittelpunkt in der Geschichte, die sie selbst erzählt. Sie wird in verschiedenen Lebensabschnitten und Altern beschrieben.

Ganz zu Anfang wird sie vom Ich-Erzähler als die Besitzerin einer Imbissbude im Hafenviertel von Hamburg beschrieben. Sie war damals schon eine ältere Frau mit grauem Haar und blauen Augen. Sie hatte bei seiner letzten Begegnung mit ihr geschwollene Handgelenke – Gicht – und schlechte Augen. Sie lebte bereits alleine, hatte ihren Mann Jahre zuvor bereits rausgeschmissen und war selbstständig.

Dann, als der Ich-Erzähler sie nach gut 12 Jahren wiedersieht, ist Lena Brücker bereits etwa 80 Jahre alt und lebt in einem Altersheim in Harburg. Der Ich-Erzähler sagt, dass ihr Haar dünner geworden ist und ihre Augen milchig. Jedoch hat sie keine Gicht mehr, sondern zarte, weiche Hände (S.14). Lena ist nun vollkommen blind, hat eine größere Nase und ein längeres Kinn als früher. Sie strickt gerne und hat eine Vorliebe für Kuchen entwickelt. Sie hat einen Enkelsohn – Heinz – der sie häufig besucht. Sie hat gelernt, mit dem zurecht zu kommen, was sie hat, ist jedoch immer noch nicht gern allein.

Als Lena anfängt die Geschichte zu erzählen, beschreibt sie sich selbst als etwa 40jährige Frau mit strahlend blauen Augen und blondem Haar. Sie arbeitet als Kantinenarbeiterin und ist mit Willi Brücker verheiratet. Sie hat zwei Kinder – Jürgen und Edith. Sie sieht jedoch keinen der drei. Ihr Sohn und ihr Mann dienen zu jener Zeit im Krieg und ihre Tochter arbeitet in Hannover. Lena ist pazifistisch und nicht antisemitisch eingestellt. Sie stellt sich auch öffentlich gegen den Nationalsozialismus. Als sie Bremer kennen lernt und ihm Unterschlupf bietet, erzählt sie ihm nichts, als der Krieg endet, da sie nicht allein sein möchte. Dabei redet sie sich ein, dass sie nicht lügt, sondern einfach die Tatsachen verdreht. Andererseits opfert sie sich aber auch für Bremers Wohlergehen auf, als sie immer wieder Essen aus der Kantine für ihn mitnimmt. Vermutlich versucht sie damit ihr Gewissen zu beruhigen, da sie Bremer ja in ihrer Wohnung festhält, obwohl der Krieg bereits vorbei ist. Lena lässt sich von nichts so leicht klein kriegen und geht selbstsicher durch ihr Leben. Nachdem sie gekündigt wird und die Currywurst entdeckt hat, arbeitet Lena selbstständig.

Am Ende des Buches stirbt Lena Brücker schließlich im Alter von 80 Jahren und hinterlässt dem Ich-Erzähler das Rezept für die Currywurst und den Pullover, den sie während des Erzählens (eigentlich für ihren Enkel Heinz) gestrickt hat.

Um nun nochmal zu meiner eigenen Meinung zu dem Charakter Lena Brücker zu kommen…Ich persönlich finde Lena Brücker recht sympathisch, auch wenn sie etwas egoistisch ist, als sie Bremer zu ihrem eigenen Glück anlügt. Sie handelt jedoch generell nicht grundlos, auch wenn ihre Gründe häufig nicht vollkommen nachvollziehbar und gerecht sind. Und man merkt anhand ihrer charakterlichen Veränderung im Laufe der vergehenden Zeit, dass sie aus ihren Fehlern lernt. Ich denke, dass sie sehr realistisch von Uwe Timm dargestellt wurde, da man auch an ihr merkt, dass jeder Mensch irgendwelche Fehler besitzt und nicht nur gut oder schlecht ist.

-Herbstmädel-

6.12.15 20:16


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